Das Instrumentarium
Das verwendete Instrumentarium kommt als Faktor auch ins Spiel. Z. B. ist ein 8 Zoll Newton sind nicht gleich ein 8 Zoll Newton. Unterschiedliche Spiegelqualitäten (Oberflächengenauigkeit bzw. Reflektionsgrad der Verspiegelung) können schon zu verschiedenen Ergebnissen führen. Auch im Deep Sky- Bereich möchte ich gerade bei Beobachtungen im min AP Bereich (höchste Vergrößerung), eine gute Oberflächenqualität der Spiegel nicht missen (Spiegel als billige Lichtsammler... ein alter Hut). Schlechte Teleskopoptiken zeigen ein verschmiertes Bild wo mit einer guten Optik noch Abstufungen im Kontrast, also feinste Details, zu erkennen sind. Auch die Okularwahl bringt unterschiedliche Ergebnisse. Das werden die Planetenbeobachter bestätigen können, denn sie vertrauen möglichst einfach aufgebauten Okulartypen um ein Maximum an Transmission und Schärfe zu erlangen. So konnte ich bei einer Beobachtung einer schwachen Galaxie (~14mag) mit einem 20cm Teleskop die Sichtung nur in einem Okulartyp bestätigen. Das andere Okular mit höheren Transmissionsverlusten zeigte das Objekt eindeutig nicht! Eine entspannter Einblick ins Okular kann das "Sehergebnis" auch enorm beeinflussen. Noch wichtiger ist die exakte Justierung des Fernrohrs. Mit einem dejustierten Scope wird man eben nicht soviel erkennen, wie mit einem ordentlich justierten Teleskop. Die Justage sollte also genau möglichst stabil sein. Ein weiteres bestimmendes Moment, welches gemachte Beobachtungen nicht un- bedingt vergleichbar macht, ist folgendes: Ist das Scope ein Dobson (also azimutal montiert), oder ist es parallaktisch montiert? Das ist ein enormer Unterschied, von dem ich mich erst selbst überzeugen lassen musste! Nach meinen bisherigen Erkenntnissen sieht man im min AP- Bereich (Maximalvergrößerung) z.B. mit einem parallaktisch (also motorisch) nachgeführten 16 Zoll Teleskop mehr, als in einem azimutal montierten 20 Zoll Teleskop! Dies gilt besonders, wenn man Eindrücke am Teleskop zeichnerisch dokumentiert. Auch die mechanische Stabilität kann Wahrnehmungen beeinflussen. Ein schlecht nach- zuführendes Teleskop (ruckeln oder wackeln) kann kein entspanntes beobachten ermöglichen.