La grande aventura di una piccola creatura
Ja, Ich erinnere mich noch gut an all die kleinen Geschichten, die mir Nonna Anna auf der kleinen Piazza unseres Dorfes erzählte. Es waren Geschichten voller Verständnis und Hoffnung für all die großen Sorgen eines kleinen Kindes das erst am Anfang eines langen und beschwerlichen Weges war.
Ich kann mich nicht mehr erinnern um was es Damals eigentlich ging. Sicherlich ging es um Dinge die in der Welt der Erwachsenen belanglos sind, doch für einen kleinen Jungen , der Ich damals nun war, wird es wohl "LEBENSWICHTIG" gewesen sein. Und wenn Ich meine Gedanken zu jenen Tagen zurück schweifen lasse, ist von alle dem was damals geschah nicht viel in meiner Erinnerung geblieben. Doch eines ,hat sich in all der Zeit meines Lebens tief in Mir erhalten, dieses Gefühl jenes Kindes was ich einst war.
Es ist das Gefühl ,immer wieder gegen Windmühlen anrennen zu müssen die einen die Welt der Erwachsenen in den Weg stellt.
"Porca miseria Gionni, wo gehst du hin ?
Bleib gefälligst stehen, wenn wir mit reden!"
Große Tränen kullerten meine Wangen herab und ließen mich nur erahnen wo hin Ich lief.
Heulend stürmte Ich die Treppe unseres Hauses herab und lief zur Piazza.
"Ich komme nie wieder zurück!"
Nie wieder würde Ich wieder Heim kehren schwor Ich mir während meiner Flucht aus dem Haus.
Was wußten die Beiden schon von Mir und meinen Sorgen ? Niente. Mamma und Papa würden schon sehen, was Sie davon hätten ,wenn Ich nie wieder Heimkehren würde. Angst und Besorgnis würden die Beiden ganz Krank machen.
Vielleicht täte Mir bei meiner Flucht ja etwas schreckliches zustoßen.
Ich wäre dann ganz hilflos meinem Schicksal ausgeliefert. All dieses, wäre dann ganz alleine Ihre Schuld, für das was da noch käme.
Die kleine Piazza war Menschenleer. Nur ein paar herrenlose Hunde lagen schutzsuchend unter der alten Fonte. Heiß brannte die Sonne auf das Dach des alten Gemäuers. Ich begab mich unter die Obhut der alten Fonte um etwas Ruhe zu finden, dort wo sich die Frauen des Dorfes trafen um die Wäsche ihrer Familien zu waschen. Die alte Fonte diente als Ort der Begegnungen, der Gespräche und als Hort für all die jenigen die nicht allein sein wollten. Doch ausgerechnet Heute schien unser Dorf wie ausgestorben darzuliegen. Ausgerechnet Heute ,wo Ich doch etwas Hilfe gebraucht hätte schien niemand mir beiseite stehen zu wollen. Wo waren "Sie", all meine Freunde in dieser schwarzen Zeit meines Lebens.
Da war Ich nun dabei ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen und keiner dieser Idioten würde es je erfahren. Auch Sie müßten schmerzlich erfahren was es bedeutet ohne mich in diesem Dorf weiterleben zu müssen. Mit entschlossener Stimme rief Ich in die Hitze des Tages: "VIVA LA LIBERTA".
"Du glaubst, die Anderen wüßten nicht was Sie an Dir hätten und wie sehr Du Ihnen fehlen würdest? Doch bist Du sicher, das Sie Dir nicht mehr fehlen würden?"
Überrascht drehte Ich mich um und mußte zu meinem Erstaunen feststellen das Nonna Anna neben mir stand.
"Komm mal her Gionni, und setz dich bitte neben deine alte Nonna."
Brav tat Ich was mir aufgetragen wurde und liebevoll nahm Nonna meine Hand und fing an zu erzählen:
"Caro Gionni...
Es war einmal ein kleiner Windhauch, der glaubte das daß ganze Firmament hoch oben im Himmelszelt nur aus Erwachsenen bestünde, die in Ihm, nur einen kleinen Windhauch sahen. Tagein und Tagaus immer nur Verbote.
"Mach dieses und tu jenes nicht".
Wozu eigentlich das ganze? Niemand der erkannte, das ER, der kleine Windhauch Erwachsen genug war um auf sich selbst aufzupassen. So beschloß der kleine Windhauch, es all den Zweiflern zu beweisen, das Er auch allein auf Erden wehen könne. Des Nachts wo alles fest schlief, floh der kleine Windhauch aus dem Himmelszelt und wehte auf die Erde hernieder.
Das war sie nun, die Erde, Heimat von Pflanzen und Tieren. Es war die Welt über all die anderen seiner Familie hoch oben im großen Himmelszelt wachten.
Neugierig huschte der kleine Windhauch über ein goldgelb blühendes Kornfeld und flog so dicht über das Feld, das Er dieses leicht berührte. Jedes mal wenn Er die Ähren streichelte ,vernahm Er ein angenehmes kribbeln auf seiner Haut. Fröhlich tollte der kleine Windhauch im Feld herum. Jedes mal wenn Er es zu toll trieb, knickten die Ähren unter seinen jugendlichen Übermuts zu Boden. Als Er es all zu toll zu treiben schien, vernahm Er viele leise klagende Stimmen.
"Warum tust Du uns das an?
Was taten wir dir an, das du uns so strafst?"
Beschämt hielt der kleine Windhauch inne und fragte die Stimmen:
"Wer spricht den dort zu mir?
Komm doch herunter auf die Erde und Du wirst uns sehen können, Wirbelsturm!"
Behutsam legte sich der kleine Windhauch auf das Kornfeld und blickte in Tausende und Abertausende von kleinen Gesichtern. Es waren die Blicke der vielen ängstlichen Kornähren, die in ihm eine klagende Schuld weckten.
"Es tut mir Leid"
sprach Er mit leiser gesenkter Stimme, und blickte erwartungsvoll in die Ihn, nun anlächelnden Gesichter.
"Es ist schon gut kleiner Wirbelsturm."
Beschämt lächelte der kleine Windhauch an und sagte:
"Ich bin noch kein Wirbelsturm, müßt Ihr wissen, den Ich bin nur ein
kleiner Windhauch."
"Das wissen Wir doch kleiner Windhauch, doch tief in dir ruht schon
die Kraft die Dich zu dem macht ,was Du einmal sein wirst."
"Das verstehe Ich nicht."
"Das macht auch nichts. Du bist noch Jung und hast noch viel Zeit um unsere Worte zu verstehen:"
Verwirrt schaute der kleine Windhauch in die Runde und schwieg.
Doch viele offen gebliebene Fragen quälten Ihn und suchten den Weg in die Freiheit.
"Warum lebt Ihr hier auf Erden, und nicht so wie Ich, im Himmelszelt?"
"Das wissen Wir nicht. Wir wissen nur, das es unsere Wurzeln sind, die uns hier auf Erden den halt geben um zu leben."
"Warum seid Ihr, so dicht beisammen?"
"Allein könnten Wir nicht stehen. Wir brauchen uns, um uns gegenseitig zu stützen in der kurzen Zeit unseres kurzen Daseins hier auf Erden."
"Kurzes Dasein?"
"Ja weißt Du, jedes Geschöpf auf Erden besitzt eine Lebensuhr. Die Unserige ist schon beinahe abgelaufen, kleiner Windhauch."
"Woran erkenne Ich das denn?"
"Es ist die Farbe unserer Haare die Dir zeigen, welche Stunde für uns schlägt. Es sind die kräftigen Farben die uns den Weg der Jugend weisen. Doch auch für diese Farben kommt eines Tages der Augenblick, um zu erkennen das die Zeit Ihnen Tag für Tag etwas von Ihrer Kraft nimmt. Zu guter letzt verblassen sie ganz und verschwinden in der großen Weite dieser unserer Welt."
"Das ist aber traurig."
sprach der kleine Windhauch und ließ seinen kleinen Kopf hängen.
"Sei nicht traurig kleiner Windhauch, den Wir schenken unseren Kindern auf Erden, all die Farben unseres Lebens."
All diese sonderbaren Worte, weckten in Ihm ein sonderbares Gefühl
und wie er so in die vielen glücklichen Gesichter blickte, wurde das verlangen nach seinen Eltern so groß ,das Er ein paar Tränen der Sehnsucht auf das Kornfeld niederließ.
"Nun kehre Heim kleiner Windhauch bevor aus dem Platzregen noch ein Gewitter wird! Auf dich warten gewiß noch viele Abenteuer die Du noch bestehen wirst. Doch jede Farbe deines Lebens zu Ihrer Zeit."
Wehmütig verabschiedete sich der kleine Windhauch und brach auf um das Himmelszelt zu erobern.
"Nonna, besitzt alles auf Erden seine Zeit?"
"Si Gionni"
"Nonna auch Du?"
Freundlich und mit Ihrer unendlichen Güte nickte Sie. Voller Angst umarmte Ich meine Nonna Anna und schenkte Ihr ein Lächeln aus den tiefen meines Herzen.
"Nonna, Nie werde Ich DICH weggehen lassen."
"Ja Ja, Gionni Ich weiß.....doch vergiß nicht, das Wir unseren Kindern hier auf Erden ,all die Farben ihres Lebens schenken um in Ihnen weiter zu leben."
Giovanni Donelasci